Heidis Buchtipp des Monats

Unsere Kollegin Heidi Prax stellt einmal im Monat unter dem Motto “Bücher und mehr” in unserer Bücherei Bücher abseits der Bestseller-Listen vor, die sie selbst gelesen und bewertet hat. Passend dazu gibt es in unserem Blog “Heidis Buchtipp des Monats”.

Wir wollen Ihnen jeden Monat zwei dieser besprochenen Titel vorstellen.

Giulia Enders: Darm mit Charme

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Unser Darm ist ein fabelhaftes Wesen voller Sensibilität, Verantwortung und Leistungsbereitschaft. Wenn man ihn gut behandelt, bedankt er sich. Über den Darm werden große Teile unseres Immunsystems reguliert. Ob aus Brötchen oder Tofuwurst beschafft er unserem Körper die Energie zum Leben.

Und er hat nach dem Gehirn das größte / umfangreichste Nervensystem.

Allergien, Unverträglichkeiten, unser Gewicht und auch unsere Gefühlswelt sind eng mit dem Darm verknüpft. Enders stellt Zusammenhänge her und erläutert sie: Depressionen, chronische Erkrankungen, Allergien und Intoleranzen (Fructose, Lactose, Gluten, Zöliakie).

Grundlagen: Wie wird unser Essen transportiert? Aufbau und Funktion von Augen, Nase, Mund, Rachen, Speiseröhre, Magen, Dünndarm, Dickdarm.

Und mögliche Störungen: Aufstossen, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung

Sie erklärt uns verständlich, wie der Darm und seine Empfindungen das Gehirn beeinflussen; wie das mit den Mikroben und Bakterien ist, mit der Darmflora und dem Immunsystem, dem Cholesterin, den Salmonellen und dem Heliobacter, den Molekülen und Umwandlungen.

Sie vergleicht den Darm mit einem außergewöhnlichen Labor, effizient und leistungsfähig.

Und sie plädiert für eine fächerübergreifende Diagnostik, Austausch, Behandlungen.

In einer verständlichen, souveränen Sprache geht sie auch auf heikle Themen ein.

„Wie geht kacken und warum das eine Frage wert ist.“ „Sitze ich richtig?“

Welche Hinweise geben Beschaffenheit, Form, Farbe, Dauer und Abstand?

Was können wir selber tun, um unser wunderbares, intelligentes System zu stärken und zu unterstützen?

Wie wird mit diesen Themen kulturell, medizinisch, sozial und gesellschaftlich umgegangen?

(„Angsthygiene, Sauberkeit im Alltag, gute und schlechte Bakterien – es gibt keine bakterienfreie Umwelt, es ist immer ein notwendiger Austausch, ein Prozess der Assimilation.

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