Heidis Buchtipp des Monats

Unsere Kollegin Heidi Prax stellt einmal im Monat unter dem Motto “Bücher und mehr” in unserer Bücherei Bücher abseits der Bestseller-Listen vor, die sie selbst gelesen und bewertet hat. Passend dazu gibt es in unserem Blog “Heidis Buchtipp des Monats”.

Wir wollen Ihnen jeden Monat zwei dieser besprochenen Titel vorstellen.

Charlie Lovett: Das Buch der Fälscher

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  • Peter Byerly, Buchhändler und Antiquar, hat sich nach dem tragischen Tod seiner Frau Amanda in ein Cottage in einem verschlafenen walisischen Nest zurückgezogen. Er ist ein Einzelgänger mit einer leichten sozialen Angststörung. Seine Frau hat ihn aus seiner Isolation geholt, und an ihrem Tod zerbricht er fast. In Hay-on-Wye, dem berühmten „Bücherdorf“, findet er zufällig ein bisher unentdecktes Manuskript eines Theaterstückes mit handschriftlichen Notizen von William Shakespeare. Etwas Aufregenderes kann es für einen Antiquar nicht geben, der große Traum einer Neuentdeckung scheint wahr zu werden. Aber ist es wirklich echt oder doch nur eine geschickte Fälschung?
  • Gemeinsam mit der lebenslustigen Liz, die den trauernden und schüchternen Peter aus seinem Schneckenhaus locken will, versucht er die Wahrheit herauszufinden. Als sich die Ereignisse überschlagen und ein brutaler Mord geschieht, wird den beiden klar, dass es nicht nur um eine literarische Sensation geht, sondern tatsächlich um Leben und Tod.
  • Lovett lässt seinen Roman auf mehreren Zeitebenen zugleich spielen:

Im kalten winterlichen Wales der Gegenwart, im elisabethanischen London und in den Sechzigerjahren in den USA, als er seine Frau Amanda kennenlernte, ihre Heirat, das gemeinsame glückliche Leben bis zu ihrem frühen Tod (Hirntumor).

  • Im elisabethanischen London erzählt er vom Tod Christopher Marlowe, dem engen Freund Shakespeares, der Schließung der Theater wegen der grassierenden Pest, von Shakespeares Sonetten und Theaterstücken.
  • Zahlreiche dramatische Verwicklungen, die Geschichte zweier verfeindeten Familien, ihre Geheimnisse bündeln die Handlung und führen die Geschichte weiter.
  • Zentraler Kern: Hat Shakespeare seine Stücke selbst geschrieben, der Sohn eines Handschuhmachers aus dem kleinen Dorf Stratford-on-Avon, oder war es doch der Graf von Oxford (de Vere), der über die Ausbildung und Kenntnisse des englischen Adels verfügte, die so genau beschrieben werden. Oxfordianer oder Stratfordianer, das ist die Frage!
  • Die große Liebe zu Büchern, zu Literatur wird wunderbar thematisiert, Buchbinderarbeiten, Reparaturen usw. kenntnisreich beschrieben. Lovett führte selbst jahrelang ein Antiquariat.
  • „In seinem mitreißenden Roman erzählt Lovett die atemberaubende Geschichte eines Manuskripts, das ein jahrhundertealtes Geheimnis birgt und eine wunderbare Liebesgeschichte.“

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