Heidis E-Book des Monats

Unsere Kollegin Heidi Prax stellt einmal im Monat unter dem Motto „Bücher und mehr“ in unserer Bücherei neue Bücher abseits der Bestseller-Listen vor, die sie selbst gelesen und bewertet hat. Passend dazu gibt es in unserem Blog „Heidis E-Book des Monats“.

Wir wollen Ihnen jeden Monat zwei dieser besprochenen Titel vorstellen.

Mechthild Borrmann: Der Geiger

knvmmdb.dll

  • Moskau 1948, Stalin. Der begnadete Geiger Ilja Grenko verläßt unter tosendem Beifall den Konzertsaal mit seiner geliebten Stradivari. In derselben Nacht wird er verhaftet, die wertvolle Geige konfisziert. Er wird der geplanten Landesflucht beschuldigt (eine geplante Konzertreise ins Ausland) und ohne öffentlichen Prozess zu zwanzig Jahren Arbeitslager in Sibirien verurteilt. Seiner Frau Galina erzählt man, er sei geflüchtet und habe sie und die beiden Söhne verlassen. Sie werden nach Kasachstan verbannt, und für alle beginnt der jahrelange harte und bittere Kampf ums Überleben (Wäscherei, Straßenbau, Minen, Lager, Hunger).
  • Viele Jahrzehnte später wird Iljas Enkel Sascha in München Zeuge, wie seine verloren geglaubte Schwester Viktoria kaltblütig erschossen wird. In ihrem Nachlass findet er brisante Hinweise über den Verbleib der Geige und einen Brief von großer Bedeutung, von großem Wert. Er macht sich auf die gefährliche Suche nach dem Mörder und erfährt Stück für Stück, was damals wirklich geschah und warum seine gesamte Familie wegen der Geige zersört wurde.
  • Drei Erzählstränge, drei unterschiedliche Perspektiven: Ilija und Galinka, Ossip und Pawel, ihre Umsiedlung und Viktoria und Sascha, der tödliche Unfall ihrer Eltern.
  • Eine spannende Schilderung der Sowjetunion nach dem 2. WK und unter Stalin (Denunziation, Terror, Hunger, Vernichtung).
  • Wie kann man sich seine Menschlichkeit und Würde unter einem Terrorregime bewahren?
  • Die Erfahrungen der russischen Spätaussiedler und ihrer entwurzelten Kinder in Deutschland
  • Das Rußland nach 1989
  • Borrmann: geboren 1960 in Köln, Erzieherin, Therapeutin und Gastronomin,   2012 Deutscher Krimipreis für „Wer das Schweigen bricht“

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s