Datenschutz bei Adobe Digital Editions 4

Liebe Blogger,

die Onleihe hat auf Ihrer Seite Onleihe.net den folgenden, lesenswerten Artikel veröffentlich. Hierbei geht es nochmal um die Thematik Datenschutz bei Adobe Digital Editions. Hier folgt jetzt der komplette Artikel.

Datenschutz bei Adobe Digital Editions – Was müssen Nutzer der Onleihe beachten?

Späht Adobe Digital Editions 4 das Leseverhalten seiner Nutzer aus? In der vergangenen Woche hatten mehrere Quellen darauf hingewiesen, dass Adobe in diesem Programm erfasste Nutzerdaten unverschlüsselt an seine Unternehmens-Server sendet. Adobe hat dies mittlerweile eingeräumt. Betrifft das die Nutzer der Onleihe?

Auch die Nutzer der unterschiedlichen Onleihen benötigen Adobe Digital Editions (ADE) ab der Version 1.7.2 zum Lesen der dort angebotenen E-Books im EPUB-Format. Die Titel sind nämlich mit dem DRM (Digital Rights Managments = Digitales Rechte-Management), von Adobe geschützt. Ohne DRM würde die digitale „Ausleihe“ nicht funktionieren: Der Schutz verhindert, dass digitale Titel unerlaubt vervielfältigt und weitergegeben werden. Er ermöglicht zudem, die Nutzungsdauer einzugrenzen. Daher verlangen die meisten Verlage, dass ihre E-Medien für die Onleihe damit versehen werden.

Das DRM von Adobe hat sich hierbei weltweit als Standard etabliert. Indem die Onleihe ihre E-Books über ADE nutzbar macht, ermöglicht sie Lesern somit die größtmögliche Auswahl attraktiver und aktueller E-Books.

Mittlerweile hat Adobe eingeräumt, in ADE zu jeweils aktuell gelesenen Büchern Informationen zu sammeln, wie buchreport.de berichtet. Zu den gesammelten Daten gehören demnach Benutzer-ID, App-ID, IP-Adresse, Metadaten des jeweiligen E-Books, Datum des Kaufs/Downloads, Dauer der Lesesitzung und den Lesefortschritt und zuletzt gelesene Seiten.

Dass ADE gewisse Daten speichert, ist notwendig. Denn nur so kann Adobe die Nutzung des E-Books wirksam kontrollieren. Wichtig sind hier vor allem das Datum des Kaufs oder Downloads. Legt ein Nutzer die für den Einsatz von ADE notwendige Adobe-ID an, so muss er zudem den Datenschutzrichtlinien von Adobe zustimmen. Darin beschreibt das Unternehmen, welche Daten erfasst werden.

Alle in ADE gesammelten Daten würden jedoch nur zur Überprüfung von Lizenzen und zur Umsetzung der Lizenzmodelle verwendet, versichert Adobe im von buchreport.de zitierten Unternehmens-Statement. Damit wies das Softwareunternehmen gleichzeitig Vorwürfe zurück, ADE würde ebenfalls Angaben über ganze digitale Bibliotheken sammeln, auch solche, die gar nicht mit ADE verknüpft seien.

Das Unternehmen hat mitgeteilt, bereits an einem Update der Digital Editions zu arbeiten. Dadurch soll das Sicherheitsrisiko der unverschlüsselten Datenübermittlung beseitigt werden.

„Wir nehmen die Bedenken der Nutzer von Adobe Digital Editions sehr ernst!“, betont René Hirsch, IT-Leiter der divibib GmbH, Wiesbaden. „Allerdings haben wir keinen Einfluss darauf, welche Daten Adobe sammelt und wie sie übermittelt und ausgewertet werden. Wir freuen uns, dass Adobe jetzt offenbar bereit ist, nachzubessern“. Daten über persönliches Leseverhalten müssen privat bleiben, schreibt auch der der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) in seiner Stellungnahme zu Adobe.

Die divibib werde die Entwicklung von Digital Editions weiter kritisch beobachten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf hinwirken, dass die Datensicherheit der Onleihe-Nutzer gewährleistet ist.

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